Ansatz-Gem für Saxophon: Warum „Jacky Treehorn Blues“ aus Thorsten Skringers Funky Sax Solos ideal ist, um Embouchure, Stütze und große Intervalle praxisnah zu üben.
2026-07-25
Written by: Gabriel Serwas

Beim Aufräumen bin ich über meine alten Saxophonbücher gestolpert, die ich früher zum Unterrichten benutzt habe. Darunter lag auch Funky Sax Solos (Affiliate Link) von Thorsten Skringer – bekannt aus der Fernsehband Heavytones. Sofort kam mir der erste Song ins Ohr: Jacky Treehorn Blues. Und natürlich habe ich ihn direkt wieder gespielt.
Inhaltlich dreht sich der Song in diesem Buch darum, mit der Bluestonleiter zu jonglieren. Im ausnotierten Solo von Thorsten Skringer ist mir dann wieder die Ansatz-Übung aufgefallen, weswegen ich den Song so gerne zum Unterrichten genommen habe.
Es geht direkt damit los: vom hohen Bb zum ganz tiefen Bb und weiter zum tiefen C. Am Anfang des Solos hat man noch eine Achtelpause, um den Ansatz für das tiefe Bb anzupassen. Später im Solo fehlt diese Pause bei einem ähnlich großen Intervall. Das Solo lässt sich also nur sauber spielen, wenn der Ansatz stimmt – und man ihn ungeachtet der Tonlage nicht unnötig verändert.
Hilfreich ist außerdem eine gut geübte Stütze: Die Kraft kommt nicht aus dem Ansatz, sondern aus dem Bauch – genauer gesagt aus dem Zusammenspiel mit dem Zwerchfell. Der Unterkiefer bleibt entspannt. Schön erklärt das Bendik Hofseth im Interview mit Magnus Bakken.
Lange Rede, kurzer Sinn: Allein um den Ansatz konkret in der Praxis zu üben – statt nur isolierte Sound-Übungen zu machen – lohnt sich dieses Buch schon für dieses eine Solo. Wer Saxophon-Ansatz, Embouchure und große Intervalle am echten Stück trainieren will, findet in Jacky Treehorn Blues aus Funky Sax Solos ein kleines Ansatz-Gem.